Alarmstufe Rot: Zehntausende demonstrieren für die Zukunft der Universitäten

Eine Kürzung um mehr als zehn Prozent ist keine stabile Finanzierung. Sie ist ein realer Abbau universitärer Ressourcen – mit fatalen Folgen für Studierende, Beschäftigte, Forschung und den Innovationsstandort Österreich. Unter dem Motto „Alarmstufe Rot“ gingen am 22. Oktober rund 50.000 Menschen (Veranstalterinnenangabe) auf die Straße, um gegen die drohenden Einsparungen zu protestieren.

Plakat auf dem steht: Sollen sie doch Kuchen essen (veganer Kuchen), mit einem pinken Kuchendiagramm, bei dem 14% fehlen.

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Hauptgebäude der TU Wien, davor Menschenmassen mit Plakaten und Bannern. Eines daovn eine Schere auf der steht: Stop the cut now.

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Großes Transparent auf dem steht "no cuts", drum herum demonstrierende Menschen.

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Demozug mit Transparenten. Zentral im Bild: "Dedicated my life to working in (durchgestrichen: Research) Armut. Jobs sichern! Unis retten!

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Menschenmenge; Mann von hinten sichtbar hebt Schild nach oben auf dem steht: 18 Mrd. € Letzte Preis.

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Mehrere Personen von Hinten und ein Transparent, auf dem Thaddäus Tentakel abgebildet ist.

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Demozug trifft vor der Uni Wien ein. Dicht gedrängte Personen marschieren hinter eine Reihe von Bäumen die Straße entlang.

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Der Demozug startete vor dem Hauptgebäude der TU Wien. Nach Kundgebungen der Hochschüler_innenschaften und der Rektorate der teilnehmenden Universitäten führte die Demonstration über die Ringstraße bis zum Hauptgebäude der Universität Wien, wo die Schlusskundgebung stattfand. Mit Parolen wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ und „Wessen Bildung, unsre Bildung“ machten die Demonstrierenden deutlich: Die Zukunft der Universitäten darf nicht kaputtgespart werden.

Gute Studienbedingungen brauchen eine verlässliche Finanzierung

Studieren muss bezahlbar bleiben, Studienbedingungen müssen zumutbar sein – für Studierende ebenso wie für Lehrende und Forschende. Wenn den Universitäten über zehn Prozent ihrer Mittel fehlen, bleibt das nicht ohne Folgen: für die Qualität der Lehre, für die Betreuung der Studierenden und für die Möglichkeiten, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.

„Wer heute bei den Universitäten spart, nimmt der nächsten Generation ihre Zukunft. Mehr als 500 Millionen Euro für sachfremde Leistungen plus Inflation bedeuten eine Kürzung um über zehn Prozent – zulasten von Lehre, Forschung, Betreuung und wissenschaftlichem Nachwuchs. Wir fordern eine verbindliche Gesamtstrategie, die Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten, außeruniversitäre Forschung und Wirtschaftsförderung als ein System steuert und klar finanziert“, sagt Jens Schneider, Rektor der TU Wien. 

Universitäten sind auch ein Wirtschaftsfaktor

Die Konsequenzen drohender Budgetkürzungen reichen weit über den Campus hinaus. Universitäten sind zentrale Partnerinnen der österreichischen Industrie und ein wichtiger Motor für Innovation. Hier entstehen neue Ideen und Technologien, es werden Patente angemeldet, Prototypen entwickelt und Proofs of Concept erarbeitet. Unternehmen profitieren von wissenschaftlichen Erkenntnissen, qualifizierten Absolvent_innen und der Zusammenarbeit mit der universitären Forschung. 
Die kürzlich erschienene Economica-Analyse, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster unterstreicht dies: Die TU Austria löst 2 Milliarden Euro Wertschöpfung aus und sichert 26.000 Arbeitsplätze. 

Eine Schwächung der Universitäten trifft daher nicht nur Studierende und Beschäftigte. Sie gefährdet auch die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit Österreichs und die Grundlagen künftiger Innovationen.

Die Botschaft der Demonstration ist klar: #UnisRetten heißt, in Bildung, Wissenschaft und die Zukunft Österreichs zu investieren.

ABO

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