Der Demozug startete vor dem Hauptgebäude der TU Wien. Nach Kundgebungen der Hochschüler_innenschaften und der Rektorate der teilnehmenden Universitäten führte die Demonstration über die Ringstraße bis zum Hauptgebäude der Universität Wien, wo die Schlusskundgebung stattfand. Mit Parolen wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ und „Wessen Bildung, unsre Bildung“ machten die Demonstrierenden deutlich: Die Zukunft der Universitäten darf nicht kaputtgespart werden.
Gute Studienbedingungen brauchen eine verlässliche Finanzierung
Studieren muss bezahlbar bleiben, Studienbedingungen müssen zumutbar sein – für Studierende ebenso wie für Lehrende und Forschende. Wenn den Universitäten über zehn Prozent ihrer Mittel fehlen, bleibt das nicht ohne Folgen: für die Qualität der Lehre, für die Betreuung der Studierenden und für die Möglichkeiten, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen.
„Wer heute bei den Universitäten spart, nimmt der nächsten Generation ihre Zukunft. Mehr als 500 Millionen Euro für sachfremde Leistungen plus Inflation bedeuten eine Kürzung um über zehn Prozent – zulasten von Lehre, Forschung, Betreuung und wissenschaftlichem Nachwuchs. Wir fordern eine verbindliche Gesamtstrategie, die Universitäten, Fachhochschulen, Privatuniversitäten, außeruniversitäre Forschung und Wirtschaftsförderung als ein System steuert und klar finanziert“, sagt Jens Schneider, Rektor der TU Wien.
Universitäten sind auch ein Wirtschaftsfaktor
Die Konsequenzen drohender Budgetkürzungen reichen weit über den Campus hinaus. Universitäten sind zentrale Partnerinnen der österreichischen Industrie und ein wichtiger Motor für Innovation. Hier entstehen neue Ideen und Technologien, es werden Patente angemeldet, Prototypen entwickelt und Proofs of Concept erarbeitet. Unternehmen profitieren von wissenschaftlichen Erkenntnissen, qualifizierten Absolvent_innen und der Zusammenarbeit mit der universitären Forschung.
Die kürzlich erschienene Economica-Analyse, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster unterstreicht dies: Die TU Austria löst 2 Milliarden Euro Wertschöpfung aus und sichert 26.000 Arbeitsplätze.
Eine Schwächung der Universitäten trifft daher nicht nur Studierende und Beschäftigte. Sie gefährdet auch die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit Österreichs und die Grundlagen künftiger Innovationen.
Die Botschaft der Demonstration ist klar: #UnisRetten heißt, in Bildung, Wissenschaft und die Zukunft Österreichs zu investieren.






