Die TU Wien entwickelt ihr Forschungsprofil, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster weiter: Aus der langjährig gewachsenen Forschungsstruktur entstehen sechs übergeordnete Themen, die sogenannten Knowledge Spheres. Sie bündeln die Expertise der Universität in Bereichen, die für die Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen besonders relevant sind – von resilienten Infrastrukturen über nachhaltige Energiesysteme bis hin zu Quantentechnologien und digitaler Transformation. Die Knowledge Spheres sind Ausdruck der Mission „Technik für Menschen" und unterstreichen den Anspruch der TU Wien, wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Relevanz zu verbinden.
Warum eine neue Kompetenzlandschaft?
Forschung ist geprägt von Dynamik, Vielfalt und beeindruckenden Erfolgen. Was diese besonders auszeichnet, ist nicht nur die Tiefe einzelner Disziplinen, sondern vor allem die Stärke der Zusammenarbeit über Fächergrenzen hinweg, sowie die Verknüpfung mit Innovation und Lehre. Genau diese inter- und transdisziplinäre Vernetzung soll mit den Knowledge Spheres noch stärker sichtbar gemacht werden.
Die neue Struktur ersetzt die seit fast zwanzig Jahren bestehende Forschungsmatrix durch eine dynamische, vernetzte Darstellung der Forschungs- und Lehraktivitäten. Sie zeigt, wie unterschiedliche Disziplinen zusammenwirken, um komplexe Fragen zu beantworten – und macht deutlich, welchen Beitrag die TU Wien für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt leistet.
Wie sind die Knowledge Spheres entstanden?
Die Entwicklung der Knowledge Spheres basiert auf einer datenbasierten, KI-gestützten Analyse der Expertise an der TU Wien. Mehrjährige Daten zu Forschungsprojekten, Publikationen, Qualifikationen und Lehraktivitäten wurden ausgewertet, um bestehende Vernetzungen sichtbar zu machen und neue Potenziale zu identifizieren.
In enger Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Administration (Forschungsteams Data Science und Knowledge Graph Lab, Fachbereiche Forschungskoordination und Forschungsinformationssysteme, Campus-IT) entstand so eine neue Kompetenzlandschaft. Der Prozess wurde von Feedbackschleifen mit Forschenden sowie dem Rektorat begleitet.
Sechs Themenfelder mit gesellschaftlicher Relevanz
Die sechs Knowledge Spheres verbinden jeweils ein übergeordnetes missionsorientiertes Thema mit gesellschaftlichen relevanten Zielsetzungen:
- Bioengineering and Medical Technologies for One Health – Biotechnologie und Medizintechnik für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt
- Data and Intelligent Systems for Digital Transformation – Intelligente Systeme und Datenanalyse für die digitale Zukunft
- Future Energy and Advanced Manufacturing for Industrial Leadership – Nachhaltige Energie- und Produktionssysteme für eine wettbewerbsfähige Industrie
- Quantum and Nano Systems for Deep Tech Leadership – Quanten- und Nanotechnologien als Treiber zukünftiger Innovationen
- Safety and Security for Resilient Societies – Sichere Infrastrukturen und widerstandsfähige Gesellschaften
- Urban Systems Design for Sustainable Transformation – Nachhaltige Stadtentwicklung durch integrierte Planung und Technologie
Jede Knowledge Sphere umfasst mehrere interdisziplinäre „Fields of Competences“ sowie thematisch fokussierte „Nodes of Expertise“. Sechs transversale Themen – AI, Materials, Modelling, Sensing, Sustainability und Formal Methods – durchziehen alle Sphären als Querschnittslinien.
Ein lebendiger Prozess
Mit der Definition der Knowledge Spheres ist ein wichtiger Meilenstein erreicht – doch der Prozess geht weiter. Die neue Forschungslandschaft wird schrittweise vertieft und gemeinsam mit den Forschenden weiterentwickelt. Ziel ist es, die Themen noch stärker zu schärfen und interdisziplinäre Communities aufzubauen, die langfristig zusammenarbeiten.
Die Knowledge Spheres sollen nicht nur bestehende Stärken sichtbar machen, sondern auch Raum für neue Entwicklungen schaffen. Besonders wichtig ist dabei die Identifikation sogenannter „Emerging Fields" – aufkommender Forschungsthemen mit großem Zukunftspotenzial.
Was bedeutet das für die TU Wien?
Die Neustrukturierung der Kompetenzlandschaft unterstützt die im Strategieprozess fuTUre fit, öffnet eine externe URL in einem neuen Fensterdefinierten Ziele der TU Wien: Sie stärkt die wissenschaftliche Sichtbarkeit der Universität, fördert die Zusammenarbeit über Disziplingrenzen hinweg und trägt dazu bei, Forschungsergebnisse besser nach außen zu kommunizieren. Für Partner_innen aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung und Gesellschaft wird damit noch klarer, wo die TU Wien ihre Stärken hat und welche Lösungen sie für gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt.
Die Knowledge Spheres werden künftig in die Systeme der TU Wien integriert und bilden die Grundlage für die weitere Profilbildung der Universität.
