Neue Helmut Veith Stipendiat_innen und International Student Award Gewinner_innen

Auszeichnungen für Studierende

Gruppenfoto Menschen stehend mit Blick zur Kamera

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Bühne mit Rollup links, Sprecher stehend bei Mikro in dunklem Anzug

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Norbert Mauser, Wolfgang Pauli Institut

Sprecher stehend bei Pult

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Maximilian Richter vom Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Sprecherin in schwarzem Kleid stehend

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Laura Kovács

Gruppenfoto

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Gruppenfoto mit den Preisträgerinnen des Helmut Veith Stipendiums 2026

zwei junge Frauen sitzend

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Rasmi Bhattarai und Ghada Ahmed (von links)

zwei Personen auf Bühne

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Agata Ciabattoni und Stefan Szeider

zwei Frauen stehend, rechts Preisträgerin mit Urkunde

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Shqiponja Ahmetaj und Hannah Louise Wilk (von links)

zwei Personen stehend, rechts Preisträger mit Urkunde

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Shqiponja Ahmetaj und Wietze Koops (von links)

Am 30. April wurden die Preisträgerinnen des Helmuth Veith Stipendiums und des International Student Award des Vienna Center for Logic and Algorithms, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster (VCLA) im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Festsaal der TU Wien geehrt. 

Das Helmuth Veith Stipendium, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster wird jährlich an besonders begabte Studentinnen vergeben, die aus dem Ausland nach Wien kommen, um ein Masterstudium der Informatik an der TU Wien aufzunehmen. Mit Unterstützung des Wolfgang-Pauli-Instituts, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster wurden in diesem Jahr zwei Stipendien aus einem Pool von 140 Bewerberinnen vergeben. Eine Annahmequote von etwa 1,5 % unterstreicht den hohen Wettbewerbscharakter und das Ansehen des Stipendiums. Um das Vermächtnis von Helmut Veith weiter zu würdigen, wurden auch die Gewinner_innen der diesjährigen VCLA International Student Awards gefeiert. Diese Auszeichnungen würdigen herausragende Bachelor- und Masterarbeiten in Logik und Informatik und unterstützen vielversprechende Studierende weltweit zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn.

Georg Weissenbacher eröffnete und moderierte die Preisverleihung, an der auch die Familie von Helmut Veith teilnahm. Norbert Mauser, Direktor des Wolfgang-Pauli-Instituts, hielt eine Eröffnungsrede, in der er das Vermächtnis von Helmut Veith, dessen Rolle am WPI, und seine Mitwirkung bei der Gründung des VCLA würdigte. Er betonte die Bedeutung der Stipendien für die Gewinnung internationaler Studierender im Bereich Informatik in Österreich und dankte der TU Wien für ihre Unterstützung der Helmut Veith Stipendien.
Maximilian Richter, Vertreter des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung – das die Stipendien gemeinsam über die Förderung des WPI mitfinanziert – hob die Unterstützung des Ministeriums für die Stipendien als Best-Practice-Beispiel im Rahmen der Initiative „She Goes AI“ hervor. 

Alle Redner betonten, dass die Stipendiatinnen für Exzellenz, Engagement und intellektuelle Neugier stehen und zugleich verkörpern, was möglich wird, wenn Talente gezielt gefördert werden. Die Stipendiatinnen dienen als Vorbilder für junge Frauen in Österreich und ganz Europa und zeigen Wege auf, denen andere folgen können. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass dauerhafte Veränderungen nicht automatisch eintreten, sondern ein nachhaltiges Engagement von Universitäten, politischen Entscheidungsträger_innen, Forschenden und der Gesellschaft als Ganzes erfordern.

Maximilian Richter lobte die Helmut Veith Stipendien als „eine Würdigung akademischer Exzellenz, Entschlossenheit und der Bedeutung, Frauen in den Bereichen Informatik, Technologie und künstliche Intelligenz echte Chancen zu eröffnen. Wir wissen, dass es Frauen in diesen Bereichen nicht an Talent, Neugier oder Ehrgeiz mangelt. Was ihnen im Weg steht, sind Stereotypen, veraltete Erwartungen und die hartnäckige Überzeugung, dass Informatik und Technik keine natürlichen Wege für Frauen sind. Das ist das Problem – und genau hier müssen wir ansetzen.“

Als Vertreter des Wolfgang-Pauli-Instituts hob Norbert Mauser die Rolle des Instituts als Mitfinanzierer der Helmut Veith Stipendien sowie dessen umfassendes Engagement für die Förderung von Forscherinnen in entscheidenden Phasen ihrer Karriere hervor. Er betonte, dass der Schwerpunkt des Instituts darauf liege, zu ermitteln, wo Unterstützung die größte Wirkung entfalte, und konkrete, wirksame Maßnahmen zu entwickeln. Er hob die Bedeutung der Teilnahme an internationalen Konferenzen hervor, die für den akademischen Aufstieg unerlässlich ist, jedoch oft erhebliche logistische Herausforderungen mit sich bringt, wenn berufliche Verpflichtungen mit familiären Pflichten in Einklang gebracht werden müssen. In solchen Fällen bietet das Institut praktische und flexible Unterstützung, einschließlich gezielter Finanzhilfen zur Deckung der Reisekosten für Kinder und Betreuungspersonen, ohne dass dadurch finanzielle oder rechtliche Nachteile entstehen. Diese Maßnahmen wurden als wichtige Beiträge zur Erhöhung des Frauenanteils in MINT-Fächern vorgestellt.

Bei der Stipendienübergabe teilte Laura Kovács persönliche Anekdoten und Erinnerungen an Helmut Veith und hob dabei seine charakteristische Spontaneität und Kreativität hervor. Anhand dieser Rückblicke verdeutlichte sie den Geist, der die Gemeinschaft bis heute prägt: die Bedeutung der Förderung von Kreativität, Leidenschaft und Freude an Logik und Informatik.

Es folgten Ansprachen der VCLA-Co-Vorsitzenden Stefan Szeider, der das VCLA gemeinsam mit seinem verstorbenen Kollegen Helmut Veith gegründete, und Agata Ciabattoni, die über das Vienna Center for Logic and Algorithms und Veiths bleibenden Einfluss sprach. 

Das Programm wurde anschließend von Shqiponja Ahmetaj fortgesetzt, die die VCLA International Student Awards vorstellte und dabei den anspruchsvollen, von intensiver Zusammenarbeit geprägten Auswahlprozess der besten Bachelor- und Masterarbeiten für die Auszeichnungen betonte. Sie hob das Engagement und die sorgfältige Arbeit der Jury hervor, die die Preisträger ermittelt, und bedankte sich aufrichtig für deren Einsatz. Anschließend überreichte sie die diesjährigen Studentenpreise. Im Anschluss an die Einführung durch Shqiponja Ahmetaj wurden die VCLA International Student Awards an Wietzke Koops und Hannah Louise Wilk verliehen. Beide Preisträger stellten dem Publikum ihre preisgekrönten Abschlussarbeiten vor und gaben Einblicke in ihre Forschungsbeiträge in den Bereichen Logik und Informatik.

Die Preisverleihung wurde mit abschließenden Worten von Georg Weissenbacher beendet; anschließend waren die Anwesenden eingeladen, den Nachmittag in ungezwungener Atmosphäre bei Getränken und Erfrischungen mit Gesprächen und Networking fortzusetzen.

 

Über die Stipendiatinnen des Helmut-Veith-Stipendiums

Ghada Ahmed

Ghada Ahmed stammt aus Ägypten, wo sie ihren Bachelor-Abschluss in Elektronik- und Kommunikationstechnik mit dem Nebenfach Informatik an der American University in Kairo erwarb. Nach ihrem Abschluss fand sie vor Ort nur wenige Möglichkeiten, in ihrem Fachgebiet zu arbeiten, weshlab sie zwei Jahre in der Cybersecuritybranche verbrachte – eine Erfahrung, die sie schätzt, auch wenn sie nicht ihrem Interesse an der Embedded Systems Engineering entsprach. Anstatt einen Weg einzuschlagen, der ihre Kerninteressen nicht widerspiegelte, verließ sie bewusst ihre Komfortzone, ließ ihren Job, ihre Familie und ihre Freunde zurück, um einen Master in Embedded Computing Systems Engineering zu absolvieren. Diese Entscheidung wurde nicht nur von akademischem Ehrgeiz getrieben, sondern auch von dem aufrichtigen Wunsch, eine Karriere in einem Bereich aufzubauen, der sie begeistert, während sie zugleich in eine neue Kultur eintaucht und ihre beruflichen und persönlichen Perspektiven erweitert.

Rasmi Bhattarai 

Rasmi Bhattarai schloss ihr Bachelorstudium im Fach Computertechnik am IOE Western Regional Campus in Pokhara, Nepal, im Jahr 2023 ab. Während ihres Studiums arbeitete sie an Projekten im Bereich maschinelles Lernen und Computer Vision, darunter Bildklassifizierung mittels Deep Learning. Nach ihrem Abschluss sammelte sie als KI-Ingenieurin Berufserfahrung und beschäftigte sich mit dialogorientierter KI, natürlicher Sprachverarbeitung und neuartigen agentenbasierten Systemen. Zu ihren Aufgaben gehörte die Entwicklung von Chatbot-Lösungen für Anwendungen im Bankwesen, im Versicherungswesen und im Gesundheitswesen. Sie engagierte sich zudem in der Tech-Community, indem sie Initiativen leitete, Workshops zum maschinellen Lernen durchführte und als Produktionsleiterin für den GitHub Field Day Nepal fungierte. Derzeit absolviert sie ihren Master in Data Science an der TU Wien und arbeitet als studentische Mitarbeiterin am dataLab. Ihre Interessen liegen im Bereich der künstlichen Intelligenz, insbesondere in der Verarbeitung natürlicher Sprache und der Entwicklung wirkungsvoller datengesteuerter Systeme.

Über die Preisträger_innen des VCLA International Student Award

Wietze Koops

Der Preis für die beste Masterarbeit ging an Wietze Koops für seine Masterarbeit, die er unter der Betreuung von Sebastian Junges und Nils Jansen verfasste. Wietze ist derzeit Doktorand in der Forschungsgruppe „Mathematical Insights into Algorithms for Optimization“ (MIAO) unter der Betreuung von Jakob Nordström an der Universität Lund und der Universität Kopenhagen. Seine aktuellen Forschungsinteressen umfassen kombinatorische Optimierung, insbesondere pseudo-boolesche Optimierung, sowie Proof Logging. Sein Ziel ist es, Solver zu entwickeln, die nicht nur schnell sind, sondern auch Ergebnisse liefern, deren Richtigkeit mit einem formal verifizierten Checker nachgewiesen werden kann.

Hannah Louise Wilk

Der Preis für die beste Bachelorarbeit ging an Hannah Louise Wilk für ihre Arbeit, die sie unter der Betreuung von Gerhard Lakemeyer und Shakil M. Khan verfasst hat. Hannah Louise studiert derzeit im zweiten Jahr des Masterstudiengangs „Logik“ an der Universität Amsterdam mit dem Schwerpunkt Logik in der Informatik. Zu ihren Hauptinteressen zählen automatischer Theorembeweis, Typentheorie, Modallogik sowie Wissensrepräsentation und Schlussfolgerung. Zuletzt hat sie untersucht, wie modale Varianten des Situationskalküls dessen Ausdruckskraft verbessern können.

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