Auf dieser Seite finden Nutzer_innen von Microsoft 365-Diensten Informationen zu datenschutzrelevanten Aspekten, die im Zuge der Implementierung an der TU Wien berücksichtigt wurden. Die Hinweise richten sich an Studierende sowie Mitarbeiter_innen der TU Wien, die Microsoft-365-Dienste (inklusive Teams) verwenden. 

Datenschutzkonformität

Die TU Wien ist Verantwortliche im Sinne der DSGVO für die Nutzung von Microsoft 365 und hat Microsoft Ireland Operations Limited als Auftragsverarbeiter eingebunden. Microsoft wurde vertraglich und datenschutzrechtlich geprüft; die Einhaltung wird fortlaufend überwacht. Insbesondere hat die TU Wien:

  • den Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA) mit Microsoft abgeschlossen und die einschlägigen Vertragsunterlagen geprüft,
  • eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) mit Risikoabwägung durchgeführt,
  • ein Transfer Impact Assessment (TIA) durchgeführt, um eventuelle Risiken einer Drittlandübermittlung zu evaluieren,
  • konkrete technische und organisatorische Maßnahmen (TOM) definiert und umgesetzt, um spezifische Risiken der Microsoft-365-Nutzung zu minimieren.

Microsoft 365 wird an der TU Wien als Betriebsmittel eingesetzt. Es dient der TU-weiten Kommunikation und Zusammenarbeit in Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung.

Verarbeitung personenbezogener Daten 

Mit den Microsoft-365-Anwendungen können – je nach Nutzungskontext – grundsätzlich alle Arten personenbezogener Daten verarbeitet werden, einschließlich besonderer Kategorien im Sinne des Artikel 9 DSGVO sowie Daten nach Art. 10 DSGVO. Die Rechtsgrundlage richtet sich stets nach dem Primärzweck der jeweiligen Verarbeitung. Beispielsweise bei Verarbeitungen zu Forschungszwecken sind insbesondere die einschlägigen Bestimmungen des Forschungsorganisationsgesetzes (FOG) maßgeblich; bei studienbezogenen Verarbeitungen die einschlägigen Bestimmungen des Universitätsgesetzes (UG). Daher haben die Nutzer_innen bei der inhaltsbezogenen Verarbeitung auf Microsoft 365 sicherzustellen, dass die datenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten werden. Die Systeme selbst wurden von der TU Wien geprüft; als Verantwortliche im Sinne der DSGVO hat sie entschieden, Microsoft 365 als Betriebsmittel einzusetzen.

Microsoft verarbeitet als eigener Verantwortlicher bestimmte dienstbezogene Metadaten zu Abrechnungs-/Kostenkalkulationszwecken, zur Bereitstellung und zum sicheren Betrieb der Dienste (Support, Störungsanalyse) sowie zu Produktverbesserungs- und Optimierungszwecken. Ein Teil dieser Verarbeitungen ist für die Diensterbringung technisch erforderlich; einige Funktionen sind produktseitig fest integriert und nur eingeschränkt konfigurier- bzw. deaktivierbar. Die TU Wien nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung als Universität sowie ihre Schutzrolle gegenüber Studierenden und Mitarbeiter_innen ernst: Sie hat die damit verbundenen Risiken eingehend geprüft, einschlägige Untersuchungsberichte herangezogen und im Rahmen einer Datenschutz-Folgenabschätzung Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit bewertet; auf dieser Grundlage wurden risikominimierende Standardkonfigurationen festgelegt, und werden regelmäßig überprüft.

Personengebundene Lizenz

Zur Nutzung von Microsoft 365 an der TU Wien benötigen Sie ein TU Wien Microsoft-Konto (Azure Active Directory) mit einer personengebundenen Named-User-Lizenz. Jede_r Studierende erhält automatisch eine Lizenz solange er_sie softwarebezugsberechtigt ist

  • Mitarbeitende: Die Lizenz gilt, solange ein aktives Dienstverhältnis besteht beziehungsweise bis sie über das Serviceportal zurückgegeben wird.
  • Studierende: Die Lizenz wird angeboten, solange eine Zulassung/Immatrikulation an der TU Wien besteht – die Lizenzüberprüfung von installierten Apps erfolgt durch die Internentanbindung.

Zur Lizenzüberprüfung muss mindestens alle 30 Tage eine Internetverbindung bestehen. Ist ein Gerät länger offline, wechselt Microsoft 365 in einen eingeschränkten Funktionsmodus: Die Apps bleiben installiert, Dokumente können angezeigt und gedruckt, jedoch nicht neu erstellt oder bearbeitet werden. Sobald wieder eine Internetverbindung besteht, wird die volle Funktionalität automatisch reaktiviert.

Implementierte Maßnahmen 

Folgende Maßnahmen wurden an der TU Wien umgesetzt beziehungsweise vorgesehen, um Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung von Microsoft 365 zu reduzieren:

  • Authentifizierung. Für Studierendenkonten ist die Multi-Faktor-Authentifizierung bei Zugriffen außerhalb des Netzes der TU Wien verpflichtend aktiviert. Für Mitarbeitende ist die Einführung von Multi-Faktor-Authentifizierung geplant und befindet sich in Umsetzung.
  • Protokollierung und risikobasierte Erkennung. Ein allgemeines Audit-Log von Benutzeraktionen wird nicht verwendet, es werden ausschließlich gezielte Audit-Protokolle mit stark eingeschränktem Zugriff eingesetzt. Diese dienen insbesondere, der Erkennung auffälliger Anmeldeversuche, ungewöhnlicher Standortwechsel, riskanter Sign-ins, potenziell gefährdeter Konten sowie zur Protokollierung bestimmter Administrationsvorgänge. Zusätzlich besteht ein verschlüsseltes, tenant-gebundenes Hintergrund-Log für Datensicherheits-Untersuchungen, auf das nur im Anlassfall nach aktiver Initiierung durch Global Admins zugegriffen werden kann; der Zugriff durch Global Admins ist ebenfalls geloggt.
  • Supportzugriffe durch Microsoft. Zugriffe von Microsoft auf Tenant-Inhalte sind technisch beschränkt. Supportzugriffe auf Tenant-Daten sind nur in Ausnahmefällen nach ausdrücklicher Freigabe durch die TU Wien über Customer Lockbox möglich und werden vollständig protokolliert.
  • Verschlüsselung. Verbindungen zwischen Endgeräten und den Cloud-Diensten sind durch Transportverschlüsselung (TLS) abgesichert. Medienströme bei 1:1-Meetings werden verschlüsselt übertragen; für Gruppenmeetings steht derzeit keine gleichwertige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zur Verfügung. Eine zentrale tenantseitige Verschlüsselung mittels BYOK/CustKey ist organisatorisch in Planung.
  • Connected Experiences. Für die Microsoft-Anwendungen der TU Wien ist eine differenzierte Konfiguration der „Connected Experiences“ geplant. Funktionen zur Barrierefreiheit sowie allgemeine Quality-of-Life-Funktionen sollen aktiviert bleiben, während Connected Experiences mit Datenzugriff durch Microsoft deaktiviert werden sollen. Funktionen mit Verarbeitung nutzerbezogener Daten sollen zunächst im Rahmen einer Testphase mit einer Testgruppe geprüft werden.
  • Partner-Apps in Teams. Partner-Apps können von Anwender_innen standardmäßig nicht selbst installiert werden.
  • Telemetrie und Diagnosedaten. Telemetriedaten werden zentral auf das erforderliche Mindestniveau beschränkt. Für zentral verwaltete TUclient-Geräte werden entsprechende Policies ausgerollt; für nicht verwaltete Endgeräte (BYOD) werden datenschutzfreundliche Standardeinstellungen empfohlen.
  • Vertragliche und organisatorische Absicherungen. Ergänzend stützt sich die TU Wien auf vertragliche und organisatorische Garantien, insbesondere die EU Data Boundary, das Microsoft DPA 2025 einschließlich zusätzlicher Garantien, den Abschluss von Standardvertragsklauseln, die Einbindung in das Data Privacy Framework sowie die Durchführung eines Transfer Impact Assessments.
  • Laufende Überprüfung. Die Maßnahmen und Konfigurationen werden im Rahmen des Datenschutz- und Risikomanagements laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Speichern von Daten in OneDrive und SharePoint

Microsoft 365 speichert Inhalte aus OneDrive und SharePoint Online – einschließlich über Office-Apps erstellter/hochgeladener Dateien – standardmäßig innerhalb der EU/EFTA. Seit Februar 2025 ist die EU Data Boundary vollständig umgesetzt; damit werden Accountdaten sowie Inhaltsdaten für Microsoft 365 in EU/EFTA-Rechenzentren gespeichert und verarbeitet. Auch bei Supportfällen verbleiben die dabei anfallenden Professional-Services-Daten (z. B. Support-Protokolle, Case-Notizen) im EU/EFTA-Raum.

Microsoft verschlüsselt Daten im Transport und im Ruhezustand. OneDrive/SharePoint verwenden u. a. AES-256 auf Datei-/Chunk-Ebene sowie zusätzliche service-seitige Verschlüsselung und Schlüsselverwaltung; Verbindungen werden ausschließlich über TLS bereitgestellt.

Malware-Schutz/Scans. Microsoft setzt für SharePoint/OneDrive/Teams eine integrierte Virenerkennung ein. Dateien werden asynchron beziehungsweise bei Download gescannt; als bösartig erkannte Dateien werden gesperrt und können nicht geöffnet oder geteilt werden. (Es findet kein flächendeckendes inhaltliches Profiling zu anderen Zwecken statt)

Hinweise zur Nutzung. OneDrive ist der persönliche Speicher auf Basis der SharePoint-Plattform und kann über Webbrowser oder Sync-App/Dateimanager eingebunden werden. Konkrete Freigabe-Policies werden TU-intern vorgegeben.

Datenaufbewahrung

Für Fristen nach Löschung/Beendigung verweisen wir auf die Microsoft-Dokumentation zur Datenaufbewahrung/-löschung.

Nutzungsbedingungen

Bei der Nutzung von Microsoft 365 gelten die Microsoft-Datenschutzbestimmungen sowie die TUW-internen Richtlinien (Datenschutz, IT-Sicherheitsrichtlinien). Ergänzende Bedingungen zu KI-Funktionen und verbundenen Erfahrungen werden – wo erforderlich – gesondert bekanntgegeben.