Der Forschungsbereich Verkehrssystemplanung (MOVE) beschäftigt sich in Lehre und Forschung mit Verkehr, Mobilität und Logistik im Kontext der räumlichen Entwicklung sowie in Wechselwirkungen mit sozialen, technologischen und ökonomischen Aspekten. Unser Grundverständnis integriert dabei die nachfrage- und angebotsorientierte Perspektive. Der Schwerpunkt der Aktivitäten in der Forschung liegt auf sozialen und technischen Innovationen im Bereich Mobilität und Verkehr. Das MOVE kann dazu auf eine breite Methodenkompetenz zurückgreifen, die von quantitativen und qualitativen Methoden der Sozialforschung über Verkehrsmodellierung bis hin zu ökonomischen und ökologischen Bewertungsmethoden reichen, die in komplexen Forschungsdesigns angewandt werden.

Neue Carsharing-Studie mit SHARE NOW!

In Kooperation mit dem Carsharing-Anbieter SHARE NOW haben wir eine digitale explorative Studie durchgeführt! Nun möchten wir unsere Erkenntnisse mit Ihnen teilen!

Logo SHARE NOW

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Carsharing in der Landeshauptstadt Wien. Welche Motive haben SHARE NOW Nutzer_innen? Wofür verwenden sie Carsharing? Wie hängt all das mit ihrer Nutzungshäufigkeit zusammen?

Sharing-Angebote findet man in (urbanen) Gebieten viele. Insbesondere in Städten kann Carsharing eine gute Alternative zum eigenen PkW darstellen. Die geteilte Mobilität ist Anbetracht des Klimawandels eine vielversprechende Mobilitätsform.

Über die Studie

In Zusammenarbeit mit dem nicht-stationsbasierten Carsharing-Anbieter SHARE NOW haben wir in Wien mittels eines digitalen Fragebogens eine explorative Studie durchgeführt, um Informationen zu Beweggründen, Nutzungsmustern sowie Nutzer_innen-Merkmalen zu sammeln.

Knapp 2.000 Wiener SHARE NOW Nutzer_innen haben im Herbst 2021 an der Befragung teilgenommen. Entsprechend ihrer Angaben erfolgte eine Einteilung in vier Nutzungstypen (starke Nutzer_innen, regelmäßige Nutzer_innen, Gelegenheitsnutzer_innen und Nicht-Nutzer_innen).

Vor allem monetäre Anreize sind ausschlaggebend für eine regelmäßigere Nutzung. Beispielsweise Arbeitgeber_innen können hier ansetzen und den Umstieg auf geteilte Mobilität in Form von Benefits fördern. Auch seitens Stadtverwaltung kann durch ein gezieltes Parkraummanagement (kostenloses Parken für Carsharing-Nutzer_innen versus hohe Parkkosten für den eigenen PkW) Anreize gesetzt werden. 

Bisher nutzen vor allem gut gebildete junge Männer Carsharing. Die Erhebung zeigt, dass neue, weitere Zielgruppen gewonnen werden müssen, um Carsharing in die breite Masse zu bekommen. Folglich sind Nutzungshürden für beispielsweise Frauen zu erkennen und abzubauen. 

Unsere Studie bestätigt, dass eine einfach verständliche und unkomplizierte Nutzung, das Ausbleiben von zusätzlichen Kosten (Tankkosten und Versicherungskosten bereits inkludiert) sowie ein stationsunabhängiges System ausschlaggebende Kriterien für die Nutzungsbereitschaft sind. 

An dieser Stelle möchten wir uns bei SHARE NOW sowie bei den zahlreichen Teilnehmer_innen bedanken.  

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